Konnte man noch vor wenigen Jahren mit einem aufgehübschten Raum einen guten Eindruck hinterlassen, so verlangen die heutigen Innenräume mehr. Sie sind Wohnort, Arbeitsplatz und Rückzugsort zugleich. Die Büros sollen offen und kommunikativ sein, gleichwohl den Einzelnen konzentriertes Arbeiten ermöglichen. Der Bedarf an Baustoffen, die Gestaltung mit Funktion verbinden, wächst — Glas wird immer wichtiger.
Das Material wirkt leicht und luftig, es lässt Licht durch, es kann Räume strukturieren, ohne sie zurückzudrängen. Und mittlerweile gibt es viele technische Varianten, die Sicherheit, Schallschutz und Privatheit gewährleisten.
Warum ist Glas als Baustoff im Innenausbau so gefragt?
Durch die vielen offenen Grundrisse der modernen Gebäude wirken die Räume größer, jedoch bringen diese auch ihre Schwierigkeiten mit sich. Die Geräusche breiten sich gleichmäßig aus, Rückzugsmöglichkeiten sind nicht vorhanden, Zonenbildung ist schwer erkennbar.
Hier kann Glas vermitteln. Trennwände, Türen oder Raumteiler strukturieren, ohne das Licht zu blockieren. Das ist vor allem interessant bei Platzmangel in der Wohnung oder in Büros mit wenig Tageslicht.
Wer mit Umbaumaßnahmen beginnt, fragt Fachhandwerker wie etwa die Glaserei Hamburg, wenn es um Maßanfertigungen für den Innenraum geht.
Licht als Gestaltungselement
Natürliches Licht beeinflusst das Raumgefühl stark. Helle Räume wirken offener, größer und oft auch behaglicher. Massive Wände unterbrechen Lichtachsen, während transparente oder teiltransparente Elemente das Licht besser streuen.
Typische Einsatzgebiete:
• Glastüren zwischen Flur und Wohnraum
• Trennwände im Homeoffice
• Duschabtrennungen im Bad
• Küchenrückwände aus Glas
• Treppengeländer mit Glaselementen
Gerade in Altbauten und langen Fluren kann so eine viel freundlicher wirkende Atmosphäre entstehen.
Design mit Linie
Glas wird gern gewählt, weil es sehr zurückhaltend wirkt und zugleich einen wertigen Eindruck hinterlässt. Es passt zu Holz, zu Metall, zu Stein oder Beton und spielt bei ganz verschiedenen Stilrichtungen mit. Minimalistische Einrichtungen ebenso wie klassischere profitieren von seinem Einsatz.
Die Gestaltung mit klaren Linien, reduzierten Beschlägen, rahmenlosen Konstruktionen liegt im Trend. So bleibt eine entscheidende Gestaltungsmöglichkeit in der Kombination von Material und Raumwirkung.
Ob mit einer Farbe, satinierte oder strukturierte Oberflächen gestaltet werden, das ist sicher der richtige Weg, wenn man die Transparenz und Lichtwirkung von Glas etwas verringern möchte.
Funktionalität hinter der Optik
Glas im Innenausbau ist aber schon längst kein reines Designelement mehr. Die aktuellen Produkte bieten viele technische Eigenschaften, die man früher anderen Materialien vorbehalten hatte. Hierzu zählen z.B.
Sicherheitsglas in höherer Bruchfestigkeit
Verbundglas
Schallschutz für Arbeitsbereiche
Mattierung für Sichtschutz
Beschichtungen für leichtere Reinigung
Trend zu Homeoffice und hybrider Arbeit
Mit dem Einzug hybrider Arbeitsmodelle nimmt auch der Bedarf an Arbeitsbereichen in privaten Wohnungen zu. Doch nicht immer steht ein Zimmer zur Verfügung. Glasabtrennungen helfen, Zonen zu schaffen, ohne den Raum dunkel zu machen.
Ein abgetrennter Bereich ist klarer für die Konzentration und gibt vor allem den Hinweis: hier wird gearbeitet, dort ist Freizeit. Gleichzeitig bleibt das Raumgefühl offener als bei massiven Abtrennungen.
Maßarbeit statt Standard
Zahlreiche Innenräume sind aus verschiedenen Gründen nicht standardisiert. Dachschrägen und besondere Anschlüsse machen den Standardprodukten sehr schnell einen Strich durch die Rechnung. Maßgefertigte Elemente fügen sich besser in die bestehenden Räume ein.
Das kann z. B. sein:
• Nischenlösungen im Bad
• Sonderhöhen bei Altbauten
• individuelle Schiebetüren
• Spiegel in der gewünschten Höhe
• Geländer mit dem richtigen Winkel
Eine gute Planung bezieht dabei Maße, Befestigung und spätere Nutzung mit ein.
Pflege und Alltagstauglichkeit
Oft wird gegen Glas der Pflegeaufwand eingewandt. In der Tat zeigen sich darauf Fingerabdrücke und Wasserflecken schneller als auf matten Oberflächen. Andererseits sind glatte Oberflächen meist gut zu reinigen.
Mit Pflegemitteln und regelmäßiger Pflege hält sich der Aufwand in einem überschaubaren Rahmen. Entscheidend ist, das Material dem Nutzungsbereich anzupassen.
Die Vorzüge von Glas
Wohnraum wird eng, Arbeitsweisen werden flexibler, und die Gestaltung wird sorgfältiger bedacht. Die Materialien müssen also immer mehr zugleich leisten. Glas erfüllt Anforderungen an Lichtführung, Raumstruktur und modernes Aussehen in einer Weise, die nur wenige andere Werkstoffe bieten.
Wer also seine Innenräume neu denkt, findet im Glas nicht nur ein schönes Detail, sondern ein funktionales Gestaltungselement mit wachsender Bedeutung.

